TSE und KassenSichV

Mit rkeeper auf der sicheren Seite

Bäckereien und Gastronomiebetriebe, deren Geschäft überwiegend bar abgewickelt wird, sind verstärkt in den Fokus der deutschen Finanzbehörden geraten. Neben Tagesendsummenbons verlangen die Prüfer im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen und den Grundsätzen ordnungsgemäßer DV-gestützter Buchführung auch Zugriff auf die zugrunde liegenden Einzeldaten.

Am 28. Dezember 2016 wurde das „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“ im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am Folgetag in Kraft. Nun fordert die sog. Kassensicherungsverordnung (KassenSichV), dass ab dem 1. Januar 2020 jedes Kassensystem folgende Vorgaben erfüllen muss:

  • TSE-Pflicht: Ausstattung mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) bzw. Anschaffung neuer Kasse, wenn eine Aufrüstung mit der TSE bauartbedingt nicht möglich ist
  • Datensicherung/Archivierung: Die digitalen Aufzeichnungen sind zu sichern und für Nachschauen sowie Außenprüfungen verfügbar zu halten.
  • Meldepflicht: Anmeldung und Abmeldung der Kassensysteme beim zuständigen Finanzamt „mit amtlich vorgeschriebenem Vordruck“
  • Einzelaufzeichnung: Korrekte und vollständige Erfassung aller gesetzlich aufzeichnungspflichtigen Geschäftsvorfälle am Kassensystem
  • Belegausgabepflicht: Erstellung korrekter Belege und Überlassung an den Käufer/Kunden, sofern keine Befreiung von der Belegpflicht erteilt wurde